Liebe Sportfreunde!

Es ist unglaublich. Die Sportlerumfrage brachte drei Siege und zwei zweite Plätze. Das war ein gelungener Auftakt für 2009. In allen Kategorien einen "Podestplatz" hatten wir auch noch nicht. Und so zog die Erfolgsspur auch 2009 ihre Kreise. Höhen und Tiefen blieben dabei nicht aus.


Ulrike Hiltscher wandelt nach wie vor auf ihrer Erfolgsspur, mit glanzvollen Leistungen und Platzierungen von Landes- bis zu Europameisterschaften. Zu Recht schafft sie es wieder auf unseren Stimmzettel für die Sportlerumfrage 2009.
Wie das Jahr zuvor führt auch Torsten Hentschel seinen Weg fort. Seine beständigen Leistungssteigerungen sind unglaublich. Nicht unbegründet ist er im Läuferfeld stets ein gefürchteter Gegner. Meistens ziehen alle anderen den Kürzeren und sehen nur noch Torstens Hacken. So wird auch er uns wieder bei der Sportlerumfrage vertreten.

Bei den Mannschaften nominieren wir die Frauenmannschaft, die in Thum den Landesmeistertitel errang. Antje Cervinka, Conny Rückert, Claudia Burgold, Elisa Renner, Cathleen Rüger und Anne Offermanns bildeten ein homogenes Team, das mit viel Freude und Spaß den Wettkampf bestritt und dafür den Lorbeer erntete.


Für die Erwachsenenklasse ist es durch Beruf und Ausbildung besonders schwer, das Training aufrecht zu erhalten. Und deshalb ist es besonders anerkennenswert, dass wir uns dennoch zusammenfinden und je nach Möglichkeit am Wettkampfbetrieb teilnehmen.

Natürlich, das betrifft auch die Männer. So bin ich sehr stolz, dass wir in Thum präsent waren und sie ihre Klasse mit dem zweiten Platz zeigten. Stark war, dass wir einschließlich der Jugend 20 Teilnehmer stellten - negativ jedoch, dass die anderen Vereine der LG mit nur zwei Sportlern vertreten waren. Hier zeigt sich, wie schwer es alle Vereine haben, die Jugend und die Erwachsenen zu halten. Es sind einzelne Begeisterte, die den Motor bilden und die Sportler um sich scharen.

Sehr positiv fiel dieses Jahr auch die Seniorenarbeit bei uns aus. Eine Reihe von Neueinsteigern bei Wettkämpfen verstärkte das alte Team. So konnten wir bei den Mannschaftsmeisterschaften der Senioren auf Landesebene und auch Deutscher Ebene eine gute Rolle mitspielen. Hier ist die Breite auf alle Vereine der LG verteilt. Die Senioren wissen, was sie haben und die Mannschaftswettbewerbe schweißen zusammen und bringen viel Kraft und Antrieb.
Im Nachwuchsbereich sind die Erfolge nicht mehr ganz so üppig gesät. Glücklicherweise haben wir aber eine Menge Trainingsgruppen auf die wir aufbauen können und wir arbeiten alle daran, dass es weitergeht - da ist mir nicht bange.

Mit Stolz erfüllt mich auch die Tatsache, dass alle meine Kinder sportlich für die Leichtathletik aktiv sind und wir alle zusammen Erfolge bei Landesmeisterschaften errungen haben. Mit diesem familiären Zusammenhalt lässt es sich besonders gut leben.

Tja und so waren wir auch zum Jahreshöhepunkt, den Leichtathletikweltmeisterschaften 2009, in Berlin. Das war ein Erlebnis! Ich habe neun Tage im Stadion verbracht und mir wurde nie langweilig, ein toller Wettkampf folgte dem anderen. Viele haben mich für verrückt erklärt. Doch es war wie ein Traum, der in Erfüllung ging. Außerdem hatte ich ständig neue Begleiter neben mir, so war ich nie allein. Die Momente dieser WM habe ich aufgesogen und meine Begeisterung kannte keine Grenzen. Ich war dabei, als das schnellste 100-Meter-Rennen der Zeitgeschichte lief, als die Kugeln in Medaillen umgemünzt wurden, als Jennifer Oeser stürzte und trotzdem Silber gewann, als Robert Harting im letzten Versuch einen rausknallte und sein Versprechen wahr machte, als Steffi Nerius ihre Karriere krönte, als 60.000 Menschen verstummten, weil es Ariane Friedrich forderte - diese gespenstische Stille rieselte eiskalt meinen Rücken herunter, als Raul Spank die ersehnte Medaille gewann und das war gewiss nicht einfach. Hier haben wir natürlich besonders die Daumen gedrückt. Da wir ihn ja seit Jahren kennen, als er mit Christopher bei Landesmeisterschaften so manchen Strauß ausfechtete. Ich war auch dabei, als wir alle Sportler mit Beifall fair unterstützen und eine Welle der Begeisterung neun Tage im Stadion herrschte. Einen großen Anteil hatte auch das Maskottchen Berlino, das unaufdringlich immer da war und jeden spüren ließ: Wir sind mit dem Herzen dabei. Dies übertrug sich auf die Sportler, die, wie auch alle Zuschauer, eine unglaubliche und unvergessene Weltmeisterschaft erlebten.

Und trotzdem gab es für mich noch ein Ereignis, das dies alles übertrifft. Ich bin nun stolzer Opa eines kleinen Louis geworden. Und Sebastian wird es nun auch erleben, wie schön es doch ist, sich um so ein kleines Wesen zu kümmern und aufwachsen zu sehen. Wer weiß, vielleicht können wir ja in ein paar Jahren einen Drei-Generationen-Zehnkampf erleben. Was könnte es SCHÖNERES geben?!

Euer Mario Renner


» Erfolgsbilanz 2009 (pdf, 44kB)
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